Schiedsrichter

Schiedsrichter – nur ein notwendiges Übel?

„Ohne Schiedsrichter geht es nicht“ oder „Sei fair zum 23. Mann“ lauteten Werbeslogans der vergangenen Jahre. Für mich klingt das irgendwie nach Mitleid und bedauernswert. In etwa wie: lass doch den armen Mann in Ruhe oder irgendwer muss nun mal da in der Mitte stehen und das Spiel an- und abpfeifen.
Ja, ein wenig Leidensfähigkeit muss man schon mitbringen, wenn man sich für die Schiedsrichterei entschließt. Denn es wird nicht ausbleiben, dass man mal zur Zielscheibe von Unmutsbekundungen durch Zuschauer, Spieler und Trainer wird. Gerade in der Anfangsphase ist es wichtig, dass man sich durch solche Negativerlebnisse nicht gleich aus der Bahn werfen lässt. Aber beim Fußballspielen klappt ja auch nicht alles von Beginn an. Und wenn man später irgendwann auf seine Zeit als Schiedsrichter zurück blickt, wird man feststellen, dass die schönen Seiten bei weitem überwiegen.

Nebenbei gibt es auch jede Menge Vorteile (keine abschließende Aufzählung):

  1. Beim TuS Dassendorf sind die Schiedsrichter beitragsfrei.
  2. Bei allen nationalen Spielen hat man mit dem Schiedsrichterausweis freien Eintritt (das gilt auch für Spiele der Bundesliga und 2. Liga; im Rahmen eines gewissen Kontingentes)
  3. Die Kosten für die Ausbildung und die notwendige Ausrüstung trägt die TuS Dassendorf
  4. Schiedsrichter zu sein fördert in jedem Fall die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit

Bei der TuS Dassendorf gibt es zurzeit 18 Schiedsrichter, die pro Saison ca. 400 Spiele in allen Klassen leiten. Koordiniert wird das Ganze von unserem Schiedsrichterobmann Klaus-Dieter Kocheisen (mehr zu seiner Person oben). Mit Adrian Höhns, Dennis Voß und Lars Althans haben wir drei Schiedsrichter, die zu Hamburgs 70 besten Schiedsrichtern zählen (wobei Lars gerade ein Jahr Babypause macht). Die drei gehören dem Hamburger Verbandsschiedsrichterausschuss an und leiten Spiele der Landes- und Oberliga.

Mit Detlef Sydlowski und Martin Höck haben wir zwei weitere Schiedsrichter die bis zur Bezirksliga ihre Spiele mit Assistenten leiten. Die überwiegende Anzahl von Spielen wird von all den anderen Schiedsrichtern geleitet. Dazu gehören auch ganz viele Jugendspiele in Dassendorf aber auch Herrenspiele in unteren Klassen und im Seniorenbereich in der näheren Umgebung von Dassendorf. Günther Adermann, der nicht nur für Dassendorf Schiedsrichter ist sondern nebenbei bzw. hauptamtlich die Ansetzungen für den ganzen Bezirk Bergedorf plant, ist sogar in der 1. Und 2. Bundesliga tätig – und zwar als Chaperon. Zur Aufklärung: das sind die Helfer bei den Dopingkontrollen.

Niels Jürgens ist Schiedsrichterbeobachter und bewertet die Leistungen der Unparteiischen in der Ober- und Landesliga. Diese Beobachtungen entscheiden dann später über Auf- oder Abstieg.

Wer sich jetzt über den ein oder anderen Namen wundert, dem kann vielleicht folgender Hintergrund Aufklärung bieten: Klaus-Dieter Kocheisen wechselte im Juli 2009 von Voran Ohe zur TuS Dassendorf und brachte gleich acht weitere Schiedsrichter mit. Er übernahm hier die Aufgabe des Obmanns und löste Niels Jürgens ab. Klaus ist ständig um Nachwuchs bemüht, denn jeder Verein muss so viele Schiedsrichter stellen, wie er Mannschaften für den Spielbetrieb meldet. Dassendorf liegt mit 15 gemeldeten Mannschaften und 18 Schiedsrichtern gut im Rennen. Das ist aber kein Grund sich auszuruhen, denn Stagnation bedeutet irgendwie auch Rückschritt.

Bis hierhin hieß es immer „Schiedsrichter“. Doch nun wollen wir uns der weiblichen Form dieser Spezies zuwenden. In Hamburg und auch in ganz Deutschland gibt es zu wenige Schiedsrichterinnen. Der DFB und auch der HFV haben in den vergangenen Monaten Werbung für neue weibliche Referees gemacht und auch in Dassendorf gibt es bereits eine Interessentin, die im nächsten Jahr ihre Ausbildung zur Unparteiischen machen möchte. Die Aufstiegschancen für Frauen sind sehr gut. Und das Paradebeispiel der deutschen Schiedsrichterinnen, Bibiana Steinhaus leitet sogar im Herrenbereich Spiele in der 2. Bundesliga. Beim wem dieser Bericht Interesse an der Schiedsrichterei geweckt hat, der kann sich – egal ob weiblich oder männlich, aber 14 Jahre alt zum Zeitpunkt der Prüfung – mit Klaus-Dieter Kocheisen in Verbindung setzen.

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