Turn-und Sportgemeinschaft Dassendorf von 1948 e.V.
Turn-und Sportgemeinschaft Dassendorf von 1948 e.V.
Super-Senioren 2012/2013
Der Kapitän Bernd Hellwig hatte die Parole vor dem ersten Spiel ausgegeben. Also keine Überraschungen. Jeder wusste, was ihn erwarten würde und was der Anspruch der Mannschaft ist, ganz einfach: „Titel verteidigen.“ In der Saison 2011/2012 hatten unsere Super-Senioren der Spielgemeinschaft Dassendorf/Aumühle die Staffel-Meisterschaft in einem dramatischen Saisonfinale bei Atlantik errungen. Es war das letzte Spiel, unsere Mannschaft musste gewinnen – und lag
3 - 1 in Führung als die Partie nach einem versuchten Kopfstoß eines Atlantik-Spielers gegen den Schiedsrichter von diesem abgebrochen wurde. Es war ein verdienter Titel für unsere Super-Senioren, errungen in einem unschönen letzten Spiel.
Dass Atlantik auch in der Saison 2012/2013 der wichtigste Konkurrent sein würde, war schnell klar. Beide Mannschaften
zogen von Beginn an recht einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze. Andere starke Teams wie Ohe oder SCVM/Altengamme fehlte es an der Konstanz. Doch würden unsere Super-Senioren diese Regelmäßigkeit über eine weitere Saison aufbringen? Am Anfang der Saison sah es so aus. Es war wie immer: Kontrolliertes Spiel, sichere Abwehr, im Mittelfeld dominant. Und irgendwann fallen dann die Tore.
So lief auch das Hinspiel bei SCVM, das letzte vor der Herbstferien-Pause. Halbzeit 2 – 0, unspektakulär, aber extrem wirkungsvoll und kontrolliert auf dem kleinen Kunstrasenplatz. Doch dann ein Platzverweis in der zweiten Halbzeit, das Spiel kippt, es geht 2 – 2 aus. Die Unverwundbarkeit war weg. Doch unsere Super-Senioren haben sich nicht irritieren lassen, auch nicht von der Auswärtsniederlage bei Atlantik, die ihrerseits auch schon gepatzt hatten. Alles offen.
Dann wurde der Spielbetrieb von einem tragischen Todesfall überschattet. Michael Roschert starb beim Hallen-Training. Setzte als Auswechselspieler kurz aus, fühlte sich schlecht, brach zusammen – eine Rettung durch die schnell herbei geeilten Notärzte gelang nicht. Die Mannschaft war geschockt, das Mitgefühl gilt seiner Familie, die immer ein Teil des Teams bleiben wird.
Doch es musste weitergehen. Und die Rückrunde verlief anfangs wieder nach Plan. Alles lief auf den großen Showdown am letzten Spieltag hinaus: Dassendorf/Aumühle gegen Atlantik, letztes Spiel, wie das Jahr zuvor. Doch dann kam es leider, leider anders: Ein unnötiges Unentschieden zuhause, eine Niederlage obendrauf. Verletzungen, ein wenig Pech und eigenes Verschulden ließen alle Meisterschaftsträume platzen: Zweiter Platz. Immerhin. Und ja, am Ende gab es noch Ärger, weil eine gegnerische Mannschaft in deutlich zu junger Besetzung angetreten war – und so einen Punkt eroberte. Eigentlich ein klarer Fall für die Sportrichter. Und drei Punkte für uns. Die Verhandlung lief aber anders, wie Kapitän Bernd Hellwig berichtete. „Ich fühlte mich wie auf der Anklagebank.“
Wieso der Verband eine Mannschaft nicht mit Punktabzug bestraft, die zu ihren Gunsten eindeutig gegen die Regeln verstößt und sich mit jüngeren Spielern einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft, ist schwer zu verstehen. Aber es ist eine Tatsache (Danke, Hamburger Fußballverband!). Die, das hat Torwartlegende Butschi jedoch klar formuliert, nicht als Entschuldigung gelten soll: „Vergeigt haben wir es selber!“ (Butschi hat es übrigens noch drastischer ausgedrückt).
Die Super-Senioren ließen sich ohnehin nicht aufhalten – es gab ja noch den Pokal. Achtelfinale in Ohe gewonnen, Viertelfinale bei Einigkeit Wilhelmsburg gewonnen, in einem sehr harten Spiel, an einem Dienstag. Der Tag ist ausnahmsweise einmal interessant. Denn zwei Tage später, an einem Donnerstag (Danke, Hamburger Fußballverband!), war das Halbfinale angesetzt – bei Atlantik, auf dem betongleichen Hartplatz. Nicht nur, dass es für manche Berufstätige einfach sehr schwer ist, um 19 Uhr unter der Woche auf dem Feld zu stehen. Wenn Profis zwei Spiele in 48 Stunden haben, wird über die Grenzen der Belastung gesprochen.
Die Super-Senioren haben nicht gemeckert, sondern sich reingehängt, trotz vieler Ausfälle. Wer noch einigermaßen laufen konnte hat sich reingehängt bis zum Abwinken. Eine Halbzeit hat es auch gereicht. Doch dann wurden die Beine immer schwerer. Die Kraft war weg, es war der Tribut an die Spielansetzung. Davon abgesehen: Atlantik hat gut kombiniert. Und dann zwei Tore gemacht. Verdienter Sieg, dieses Mal ganz fair von beiden Teams – auch das ist etwas wert.
Die Enttäuschung über das Pokal-Aus währte übrigens nicht lang. Am andere Morgen gegen 4 Uhr ging es weiter, zu einem richtig schweren Auswärtsspiel: Mallorca, sieben Tage. Zu überstehen war das nur mit ausgeklügelten Energie-Drinks! Aber für die war gesorgt.
Und dann war da noch unsere Ausfahrt vom 03.-05. Mai nach Cuxhafen / Duhnen.
Unsere erste Anlaufstelle war am Freitag der Barfußpark in Bispingen. Nach vielen unterschiedlichen fußseitigen Empfin-
dungen setzten wir bei strahlendem Sonnenschein -sollte das
ganze Wochenende so bleiben- unsere Fahrt oder unser „Stau-
Stehen“ in Richtung Duhnen fort.
Am Samstag ging es zu fuß von Duhnen nach Salenburg. Dort
bestiegen wir die dort bereitgestellten Wattwagen und wurden
nach Neuwerk kutschiert – 2 Std. Fahrt bei starkem Wind und
Sonnenschein. Es folgte ein Mittagessen, eine Inselführung und
eine Schifffahrt zurück nach Cuxhaven.
Die Abende verbrachten wir feucht fröhlich im örtlichen „Paulaner-Keller“.
Hoch zufrieden, etwas abgespannt traten wir am Sonntag
mit einem Stop in Bremerhaven –Ausländerhaus- / Klimahaus-
besuch- die Heimreise an.
Unser Dank geht hier an unseren Busfahrer, Peter Wehrstedt, der uns seit Jahren mit Engelsgeduld chauffiert und hin und wieder einen ungeplanten, unerlaubten Halt an einer Bundesstraße einlegt.
Interressierte Fußballer können sich bei Bernd Hellwig unter 040/7235736 melden.
Thomas Schwitalla
Frithjof Gruel
Super-Senioren gewinnen die Staffelmeisterschaft 2012
ein Bericht von Thomas Schwitalla
Es war ein Saisonfinale, wie man es sich nicht besser hätte ausdenken können: Der Zweite zu Gast beim Ersten, die Super Senioren der Spielgemeinschaft TUS Dassendorf/Aumühle gegen Atlantik, ein echtes Endspiel um die Meisterschaft, auf dem berüchtigten Grandplatz in Allermöhe – wie immer ungewässert und übersät mit kleine, spitzen Steinen. Die Ausgangslage war klar: Dassendorf/Aumühle musste gewinnen, um die zwei Punkte Rückstand aufzuholen und Meister zu werden. Atlantik, bestückt mit Veteranen aus der ersten und zweiten Liga der ehemaligen Sowjetunion, genügte ein Unentschieden.
Das Spiel am Mittwochabend, zu dem etliche Unterstützer aus Dassendorf und Aumühle gekommen waren (vielen Dank dafür!), begann so wie das letzte Duell der beiden dominierenden Mannschaften der Staffel geendet hatte: Mit einer nervösen Spielgemeinschaft und einem überlegenen Atlantik-Team. So kam es, wie es kommen musste: Ein Freistoß wurde erst abgeblockt, dann ins Zentrum gespielt, abgelegt, abgeschlossen: 1 – 0 für die Heimmannschaft. Die Meisterschaft schien zu diesem Zeitpunkt für uns in weite Ferne gerückt.
Doch wieder einmal zeigte die von Kapitän Bernd Hellwig angeführte Mannschaft Moral. Nach und nach gewann sie Spielkontrolle, legte die Nervosität ab und kombinierte immer wieder sicher gen Atlantik-Tor. Schließlich zahlte sich die Überlegenheit aus. Nach einem Foul entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter: 1 – 1, Hellwig verwandelte sicher. Wenig später die nächste unfaire Attacke, dieses Mal an der Strafraumgrenze, Jürgen „Schorsch“ Berodt überwand den Torhüter mit einem satten Schuss. Inzwischen war reichlich Hektik ins Spiel gekommen. Nach einer Tätlichkeit wurde ein Atlantik-Spieler des Feldes verwiesen
Nach der Pause ging es nur in eine Richtung – auf das Atlantik-Tor. Logische Konsequenz: das 3 – 1 durch Detlev Schauer. Atlantik brauchte nun zwei Tore zur Meisterschaft, konnte sich aber keine Chancen erarbeiten, da unsere Abwehr gewohnt sicher stand und das Mittelfeld sowie der früh attackierende Sturm viele Angriffe im Keim erstickten.
Das mittlerweile harte Spiel erlebte nun einen unrühmlichen Höhepunkt. Ein Atlantik-Spieler riss einen unserer Spieler um und trat nach. Der Referee hatte keine andere Wahl als die rote Karte zu ziehen. Daraufhin attackierte der Atlantik-Spieler den Unparteiischen mit einem Kopfstoß. Der geschockte Schiedsrichter brach die Partie daraufhin ab, zu diesem Zeitpunkt war etwa die Hälfte der zweiten Halbzeit gespielt. In der Folge gab es kleinere Tumulte, aber ohne weitere Konsequenzen.
Der Spielabbruch bedeutete für unsere Super Senioren eine Geduldsprobe. Denn über die endgültige Wertung musste das Sportgericht entscheiden. Nach wochenlangem Warten und einer Anhörung kam die Entscheidung: Das Spiel wird 3 – 0 für die SG gewertet. Damit sind die Super Senioren Meister geworden!
Auf dem Weg dahin haben sie eine überragende Saison gespielt, mit nur zwei Niederlagen bei 17 Siegen. Dabei hat die Mannschaft nicht immer mit filigraner Technik und perfekter Spielkultur geglänzt. Kampf, Einsatz, Organisation und mannschaftliche Geschlossenheit haben unser Team immer ausgezeichnet, das nun voller Elan in die neue Saison startet – allerdings mit einem kleinen Nachteil: Es wird schwer, die Leistung der vergangenen Saison zu übertreffen. 
Weniger erfreuliche Nachrichten gibt es aus dem Bereich der Seniorenmannschaft zu berichten. Nachdem die Spielgemeinschaft im vergangenen Jahr noch Staffelmeister wurde, musste das Team auf eine Meldung für die Spielzeit 2012/13 mangels Spieler und Betreuer verzichten. Ein Teil der Mannschaft wird wohl zu den Supersenioren wechseln, andere werden vermutlich ihre Fußballschuhe für einen anderen Verein schnüren. Schade...
Kontakt Supersenioren: Frithjof Gruel 04104 / 6698 und Niels Jürgens (TuS Büro)

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